Druckstellen vermeiden: Warum Passgenauigkeit beim Sitzen alles ist

Björn Strehl
Zuletzt aktualisiert:
16.12.2025
Lesezeit:
5
Minuten

Der Tag ist voller kleiner Momente, in denen Sitzen eine Rolle spielt. Beim gemeinsamen Frühstück mit der Familie, beim Spielen, bei den Hausaufgaben und am Abend, wenn der Lieblingsfilm läuft. Sitzen bedeutet Teilhabe.

Für viele Kinder mit besonderen Bedürfnissen ist die Sitzorthese der Schlüssel zu all diesen Momenten. Für Kinder, die auf eine Sitzorthese angewiesen sind, ist die Passform entscheidend. Denn wenn die Passform nicht perfekt stimmt, hinterlässt jeder Tag seine Spuren. Das können rote Flecken sein oder wunde Stellen, die sich zu einem unangenehmen Druckschmerz entwickeln. So manche Familie kennt diese Entdeckungen am Abend vielleicht.

Lästiger Schmerz statt Routine und Teilhabe

Es war eigentlich ein guter Tag. Morgens hatte euer Kind ein gemaltes Bild aus der Schule mitgebracht, mittags gab es Nudeln und nachmittags standen die Hausaufgaben an. Eigentlich alles wie immer. Nur die Unruhe beim Mittagessen war ungewöhnlich. Jetzt ist es 19:30 und die Abendroutine steht an. Du hebst euer Kind aus dem Rollstuhl, trägst es zum Kinderzimmer und legst es aufs Bett. Der Lieblings-Schlafanzug liegt schon bereit. Ein Moment, den Ihr schon hunderte Male durchlebt habt. Doch beim Ausziehen des Shirts siehst du es: rote Flecken an beiden Hüften. Ebenso eine Stelle am Oberschenkel, welche bereits wund ist. Die Unruhe beim Mittagessen war kein Zufall, euer Kind saß acht Stunden lang auf diesen Stellen, ohne Möglichkeit, es euch mitzuteilen.

Die Folgen einer schlechten Passform

Eine Druckstelle entwickelt sich schleichend. Am Anfang zeigt sich nur eine leichte Rötung der Haut. Wenn euer Kind dem Druck weiter ausgesetzt ist, entsteht eine Wunde, die schlimmstenfalls zu einem Dekubitus wird. Das ist eine durch anhaltenden Druck verursachte Schädigung der Haut und des darunterliegenden Gewebes, die oft als offene Wunde sichtbar wird. Eine solche Verletzung braucht Behandlung, Pflege und Zeit zum Heilen. In dieser Zeit wird der sonst schon stressige Alltag noch anspruchsvoller, da das Kind nicht wie gewohnt sitzen darf und der Rollstuhl oder die Sitzorthese eventuell kaum genutzt werden kann.

Wie die optimale Passform den Alltag erleichtern kann

Jedes Kind hat seinen eigenen Körperbau, eine individuelle Körperhaltung und Bewegungsabläufe. Eine maßgefertigte Sitzlösung berücksichtigt das und sorgt dafür, dass keine Druckstellen entstehen. So bleibt die Haut eures Kindes geschützt und der Alltag möglichst komfortabel.

Die Details, die den Unterschied machen:

Angepasste Polsterungen an den Punkten, wo die „knochigsten“ Stellen auf den Sitz treffen. Die anfälligsten Körperpartien sind hierbei Hüfte, Steißbein und Oberschenkel; diese werden durch die individuelle Sitzlösung so gut wie möglich geschützt.

Die kleinen Malheure des Alltags nach dem Mittagessen oder Spielen hinterlassen meist keine längerfristigen Spuren, da sich die Polster einfach abwischen oder zum Waschen abnehmen lassen.

Eine regelmäßige Überprüfung ist allerdings unerlässlich, denn Kinder wachsen nicht nur, sie entwickeln sich auch in ihrer Körperhaltung und Bewegung weiter. Eine rechtzeitige Wartung sorgt dafür, dass die Sitzlösung immer nah am Stand der Entwicklung des Kindes ist, um Druck- oder Scheuerstellen weitestgehend vorzubeugen.

Ein Sitz, der Teilhabe ermöglicht

Der Wecker klingelt, ein neuer Tag voller Aufgaben beginnt. Das Potenzial für morgendliche Anspannung aufgrund der bevorstehenden Morgenroutine kann sich entscheidend verringern, wenn die individuell angepasste Sitzversorgung optimal wirkt. Schultern und Rücken können sich deutlich entspannter anfühlen und damit auch die gesamte Stimmung am Morgen. Beim gemeinsamen Frühstück fällt euer Kind vielleicht eher durch konzentrierte Aufmerksamkeit oder ausgelassene Fröhlichkeit auf, als durch unruhiges Herumzappeln. So sollte ein Tag beginnen.

Am Abend hebst du euer Kind aus dem Rollstuhl und kontrollierst die Haut nach Rötungen oder Wunden. Was früher vielleicht ein emotional belastender Augenblick war, kann zu einer stillen Erleichterung werden. Statt Rötungen, Druckstellen oder gereizten Hautarealen soll sich ein gleichmäßiger, gesunder Hautton zeigen.

Eine Chance auf Kontinuität auch in der Therapie: Euer Kind kann sich Schritt für Schritt weiterentwickeln, ohne durch Schmerzpausen ausgebremst zu werden oder bereits Erarbeitetes wieder zu verlieren.

Diese Voraussetzungen können das Sitzen zu dem machen, was es sein sollte: Eine Möglichkeit zur Teilhabe und vor allem: schmerzfrei.

STREHL macht den Unterschied

Bei STREHL entwickeln wir individuelle Sitzlösungen, die präzise an den Körper eures Kindes angepasst werden. Dabei stehen immer die tatsächliche Haltung, der Muskeltonus und die Entwicklung eures Kindes im Mittelpunkt.

Um die Finanzierung müsst ihr euch nicht alleine kümmern. Wir unterstützen euch weitestgehend beim Prozess der Kostenübernahme. Damit die Sitzversorgung nicht nur temporär, sondern auch langfristig passt, führen wir regelmäßige Wartungen und Kontrollen durch. Dank unserer 30-jährigen Erfahrung in unserer besonderen Arbeit mit schwerst-mehrfach-behinderten Kindern und ihren Familien wissen wir, worauf es im Alltag wirklich ankommt: Sicherheit, Stabilität, Komfort, Hygienetauglichkeit, aber vor allem Vertrauen.

Für uns ist Passgenauigkeit kein „Extra“ oder Luxus: Passgenauigkeit ist unser Standard und genau deshalb macht STREHL den Unterschied.

Gemeinsam zur richtigen Lösung

Lasst euch kostenfrei und unverbindlich beraten; telefonisch, per Kontaktformular oder auch persönlich vor Ort. Gemeinsam finden wir die Sitzlösung, die perfekt passt und Druckstellen vorbeugt. Denn euer Kind verdient eine optimale Sitzlösung für jeden einzelnen Tag.  

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