PRIME-Rahmen: So passt die Sitzorthese in jedes Auto

Björn Strehl
Zuletzt aktualisiert:
15.01.2026
Lesezeit:
6
Minuten

Viele Familien kennen die Problematik: Herkömmliche Autositze gewährleisten Kindern mit besonderen Bedürfnissen nicht die erforderliche Stabilität. Fehlender Halt, ungünstiger Sitzwinkel oder Verrutschen erschweren jede Fahrt mehr als nötig. Genau an dieser Stelle kommt der STREHLCart mit dem PRIME-Rahmen ins Spiel. Dieses Rahmensystem wurde so konzipiert, dass es in fast jedes Auto passt und gleichzeitig eine sichere Halterung für die individuelle Sitzorthese bietet. Dieser Artikel erklärt euch grundsätzlich, wie der PRIME-Rahmen funktioniert, schrittweise, wie man ihn einbaut, und weshalb er so vielseitig verwendbar ist. Wir demonstrieren euch, welche Befestigungsoptionen es gibt und wie ihr den Rahmen ideal an euer Auto anpasst. Nach dem Lesen dieses Artikels wisst ihr genau, weshalb der PRIME-Rahmen eine universelle Lösung für die unterschiedlichsten Fahrzeugtypen ist.

Was ist der PRIME-Rahmen?

Der PRIME-Rahmen ist das Fundament des gesamten Systems. Es handelt sich um ein modulares Rahmensystem aus hochwertigem Aluminium, das speziell entwickelt wurde, um sich an verschiedene Fahrzeugmodelle anzupassen. Der PRIME-Rahmen bietet im Vergleich zu fest installierten oder starren Systemen eine außergewöhnliche Flexibilität: In Breite, Höhe und Tiefe ist er veränderbar und kann somit genau auf die Rückbank eures Fahrzeugs abgestimmt werden. Die Hauptaufgabe des Rahmens ist es, die individuelle Sitzorthese sicher zu tragen und zugleich eine stabile Verbindung zum Fahrzeug herzustellen. Der Rahmen ist so designt, dass er sich an verschiedene Sitzgrößen und unterschiedliche Befestigungspunkte im Auto anpassen kann, egal ob ihr Isofix oder den Dreipunktgurt verwendet.

Der Rahmen wird aus leichtem, aber äußerst stabilem Aluminium hergestellt, das hohe Belastbarkeit und geringes Eigengewicht vereint. Durch diese Wahl der Materialien bleibt der Rahmen stabil, ohne dass sich Ein- und Ausbau dadurch unnötig verkomplizieren.

Der PRIME-Rahmen wurde unter höchsten Sicherheitsstandards in Crash-Tests geprüft, damit ihr euch jederzeit auf die Sicherheit verlassen könnt. Er sorgt dafür, dass die Kräfte im Ernstfall kontrolliert abgefangen werden und die Sitzorthese sicher am Fahrzeug befestigt bleibt.

Welche Fahrzeuge sind kompatibel?

Der PRIME-Rahmen wurde konzipiert, um in verschiedenen Fahrzeugtypen sicher verwendet werden zu können. In die meisten Familienautos passt er ohne spezielle Anpassungen. Dazu gehören u.a. Kompaktwagen, Limousinen und Kombis, also die üblichen PKW-Modelle, die viele von euch im Alltag verwenden. Für Vans und SUVs ist er besonders gut geeignet: Mit einer größeren Innenhöhe und einer häufig breiteren Rücksitzbank sind optimale Bedingungen für die Montage gegeben, und es gibt mehr Spielraum für Anpassungen des Rahmens. Der PRIME-Rahmen kann sogar in Kleinwagen eingesetzt werden, jedoch ist eine individuelle Prüfung notwendig, um sicherzustellen, dass Sitzfläche und Neigungswinkel genügend Platz bieten. Eine Rücksitzbank mit Isofix oder einer Dreipunktgurt-Befestigung ist hierfür Voraussetzung. Der Einsatz in Fahrzeugen ohne Rückbank oder in Zweisitzern ist nicht möglich, da dort die erforderlichen Befestigungspunkte fehlen.

Wenn ihr unsicher seid, ob euer Auto geeignet ist, müsst ihr nicht spekulieren: STREHL überprüft die Kompatibilität direkt vor Ort, damit ihr sicher wisst, ob der Rahmen in euer Fahrzeug passt.

Die verschiedenen Befestigungsmöglichkeiten

Isofix, Gurt oder beides: Was ist die passende Wahl für euer Auto?

Um sicherzustellen, dass der PRIME-Rahmen in eurem Fahrzeug angebracht werden kann, könnt ihr aus drei Befestigungsoptionen wählen. Welche Methode für euch passend ist, hängt von eurem Auto und euren persönlichen Bedürfnissen ab. Hier eine Übersicht:

Variante 1: Isofix-Befestigung

In den meisten Autos ist heutzutage eine Isofix-Befestigung standardmäßig vorhanden. Dieser besteht aus zwei fixierten Haltepunkten, die zwischen Sitzfläche und Rückenlehne der Rückbank positioniert sind. Mit ihnen kann der PRIME-Rahmen mit nur einem Klick sicher verankert werden.

Vorzüge:

  • Sehr hohe Sicherheit, da die Verbindung unmittelbar zur Fahrzeugkarosserie besteht.
  • Kein Verrutschen oder Kippen
  • Besonders einfache und selbsterklärende Montage

Für welche Autos geeignet?

Für alle Autos ab Baujahr 2013, da Isofix in Deutschland seit diesem Jahr verpflichtend ist. Der PRIME-Rahmen nutzt diese Isofix-Punkte optimal und gewährleistet eine absolut stabile Basis.

Variante 2: Sicherheitsgurt-Befestigung

Bei Fahrzeugen ohne Isofix ist die Verwendung des Dreipunkt-Sicherheitsgurts zur Befestigung die richtige Option. Der PRIME-Rahmen wird dabei sicher mit dem Fahrzeuggurt umschlossen.

Vorzüge:

  • Ist in fast allen Fahrzeugen funktionsfähig, ungeachtet des Baujahres
  • Flexibles Konzept, falls die Isofix-Punkte belegt oder schwer zu erreichen sind

Für welche Autos geeignet?

Für Fahrzeuge ohne Isofix oder wenn ihr aus praktischen Gründen die Gurtbefestigung bevorzugt. Von Bedeutung ist, dass der Gurt richtig gespannt wird. Beim ersten Treffen demonstrieren wir euch, wie ihr die Sicherung korrekt anbringt.

Variante 3: Verbindung von Isofix und Top Tether

Der PRIME-Rahmen ermöglicht eine Kombination aus Isofix und einem zusätzlichen Top Tether (oberer Haltegurt), um maximale Stabilität zu gewährleisten. Mit dieser Variante wird ein Nach-vorne-Kippen des Rahmens beim Frontalaufprall verhindert.

Vorzüge:

  • Maximale Sicherheit durch zusätzliche Fixierung
  • Im Ernstfall besonders gute Verteilung der auftretenden Kräfte

Empfohlen für: Kinder, die eine umfangreichere Sitzorthese benötigen und bei denen zusätzliche Stabilität von Vorteil ist.

Maße anpassen

Jedes Fahrzeug ist individuell. So passt ihr den Rahmen an:

Der PRIME-Rahmen kann an mehreren Punkten präzise justiert werden, damit er optimal zu eurem Auto passt. So wird eine stabile und zugleich bequeme Grundlage für die Sitzorthese geschaffen.

Breite anpassen: Die seitlichen Elemente des PRIME-Rahmens sind teleskopierbar. So könnt ihr die Breite so anpassen, dass der Rahmen ideal auf der Rücksitzbank aufliegt. Unabhängig von der Fahrzeugart, sei es ein schmaler Kompaktwagen oder ein breiter Kombi, wird die Breite so bestimmt, dass alles bündig abschließt und der Rahmen sicher aufliegt.

Höhenverstellung: Der Winkel der Rücksitzbank variiert je nach Fahrzeug. Vor allem zwischen SUV und Limousine sind merkliche Unterschiede festzustellen. Durch die Anpassung des Rahmens könnt ihr den Neigungswinkel so einstellen, dass euer Kind nicht nach vorn kippt und auch nicht zu stark nach hinten geneigt ist. Das Ziel ist eine stabile, ergonomische Sitzhaltung.

Tiefe einstellen: Der Abstand zwischen Vorder- und Rücksitz ist ebenfalls wichtig. Der PRIME-Rahmen kann in der Tiefe so angepasst werden, dass die Sitzorthese gut im Fahrgastraum integriert ist und ausreichend Platz für die Beine bleibt, ohne dass der Sitz zu weit nach vorn verschoben werden muss.

Werkzeug und Zeitaufwand: Für diese Grundeinstellungen benötigt ihr normalerweise nur einen Inbusschlüssel, der im System enthalten ist. Die erste Anpassung nimmt etwa 15 bis 20 Minuten in Anspruch, da alles gewissenhaft auf euer Fahrzeug abgestimmt wird. Sobald der Rahmen richtig eingestellt ist, kann er später jederzeit in wenigen Minuten ein- und ausgebaut werden.

STREHL-Service: Beim ersten Termin bzw. der Montage übernimmt ein Mitarbeiter von STREHL die vollständige Grundeinstellung. Jeder Handgriff wird euch demonstriert, damit ihr den PRIME-Rahmen später eigenständig montieren und bei Bedarf nachjustieren könnt.

Die individuelle Sitzorthese einsetzen

Sobald der Rahmen korrekt eingestellt ist, könnt ihr die individuelle Sitzorthese damit verbinden. Der Schritt ist simpel und ermöglicht das einfache An- und Abklicken der Orthese im Alltag.

Click-System: Die Sitzorthese wird mit dem PRIME-Rahmen durch ein Click-System verbunden. Ihr bringt die Sitzorthese auf dem Rahmen an, positioniert sie an der vorgesehenen Stelle und drückt sie sanft nach unten, bis ihr das Click-Geräusch hört.

Sicherung: Durch zusätzliche Haltepunkte und Verriegelungen wird gewährleistet, dass die Orthese sicher fixiert bleibt. Diese Sicherungen verhindern ein Verrutschen während der Fahrt und sorgen dafür, dass die Stabilität der Orthese vollständig erhalten bleibt.

Anpassungen: Innerhalb des Rahmens kann die Position der Sitzlösung präzise eingestellt werden. Ihr könnt sie vor- und zurückbewegen und die Höhe so einstellen, dass euer Kind optimal sitzt.

Mitwachsend: Ist euer Kind größer geworden, könnt ihr einfach die Sitzorthese dementsprechend anpassen.

Kontrolle: Am Ende ist ein kurzer Test empfehlenswert: leicht an der Orthese rütteln; ist alles verriegelt und sitzt fest, keine Bewegung oder Wackeln spürbar? Dann ist alles korrekt montiert.

Sicherheitscheck vor der ersten Fahrt

Ein kurzer Blick auf die wichtigsten Sicherheitsfaktoren, welche ihr beachten solltet.

Isofix- oder Gurtverbindung: Kontrolliert, ob der PRIME-Rahmen sicher montiert ist. Weder die Isofix-Haken noch der Dreipunktgurt sollten Spiel haben oder beweglich sein.

Rahmenstabilität: Fasst den Rahmen seitlich an und versucht, ihn zu bewegen. Wenn er nicht wackelt und alle Schrauben fest angezogen sind, ist die Montage korrekt.

Sicherung eures Kindes: Vergewissert euch, dass alle Gurte richtig angelegt sind, der Brustgurt auf der richtigen Höhe sitzt und alle Schnallen geschlossen sind.

Kopfstütze: Die Oberkante muss mit dem höchsten Punkt des Kopfes abschließen. Der Abstand zwischen Hinterkopf und Kopfstütze darf höchstens zwei Finger breit (ca. 2 cm) sein.

Sicht: Wenn möglich, sollte euer Kind einfach nach vorn oder zur Seite blicken können. Das verbessert nicht nur die Orientierung, sondern hilft eurem Kind auch dabei, sich zu entspannen.

Sind all diese Punkte erfüllt, steht einer sicheren Fahrt nichts mehr im Weg.

Wechsel zwischen verschiedenen Fahrzeugen

Der PRIME-Rahmen kann problemlos in unterschiedlichen Fahrzeugen verwendet werden, allerdings benötigt jedes Auto einen eigenen Rahmen, da die Grundeinstellung individuell auf das jeweilige Auto abgestimmt ist. Die Sitzorthese selbst könnt ihr allerdings zwischen den Rahmen wechseln. Sie wird mit wenigen Handgriffen von Rahmen 1 abgenommen und in Rahmen 2 eingeklickt. In der Regel dauert dies nur 2 bis 3 Minuten und kann auch im Alltag schnell erledigt werden. (Das bietet eine große Flexibilität für Familien mit zwei Autos oder wechselnden Betreuungspersonen.)

Pflege und Wartung des PRIME-Rahmens

Eine regelmäßige Pflege und Kontrolle sind wichtig, damit der Rahmen dauerhaft stabil bleibt und seine Funktionsfähigkeit optimal erhalten bleibt.

Die folgenden Punkte helfen euch dabei, den Rahmen in einem einwandfreien Zustand zu halten:

  • Kontrolliert alle zwei bis drei Monate, ob Schäden sichtbar sind, und zieht bei Bedarf die Schrauben mit dem mitgelieferten Inbusschlüssel nach.
  • Zur Reinigung reicht ein leicht angefeuchtetes Tuch aus. Wenn ihr Isofix verwendet, stellt sicher, dass die Befestigungspunkte im Auto unversehrt und sauber sind.

Unabhängig von der Schwere des Aufpralls sollte nach einem Unfall stets eine Kontrolle des Rahmens durch STREHL erfolgen. Vor allem bei häufiger Nutzung ist eine jährliche Sicherheitsprüfung durch das STREHL-Team empfehlenswert.

Wenn ihr mehr über den PRIME-Rahmen wissen wollt und ob er für euch eine geeignete Lösung ist, könnt ihr ganz einfach einen Termin mit uns vereinbaren. Wir prüfen gern die Kompatibilität und erklären euch alle Möglichkeiten. Ruft uns an oder füllt unser Kontaktformular aus. Denn Ihr und euer Kind verdienen eine Mobilität, die sich gut anfühlt und Sicherheit bietet.

Wir freuen uns Dir weiterhelfen zu können!
Nimm mit uns Kontakt auf und lass uns über Deine Anliegen sprechen
Kontakt

Keinen Artikel verpassen - Abonniere unseren Newsletter!

Kontakt

Lass uns sprechen!

Wir freuen uns auf Deine Anfrage und stehen Dir gerne für Fragen zur Verfügung.